Rückkehr eines treuen Gefährten // 1 Monat

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Mittlerweile ist es nun einen Monat her als meine vermisste Katze Luna auf einmal vor der Tür stand und wieder ihren Weg nach hause gefunden hat. Im Dezember habe ich hier bereits darüber berichtet, dass sie nach hause gekommen ist. In den vergangenen Wochen hat sich einiges getan: Es gab viele Arztbesuche, viele Emotionen und kleine aber wichtige Ereignisse über die ich in diesem Beitrag schreiben werde, in der Hoffnung es wird anderen Tierbesitzern helfen. Nervlich waren die letzten vier Wochen sehr anstrengend für mich, sowohl emotional als auch körperlich. So oft zum Tierarzt zu fahren und Luna so leiden zu sehen hat mich wirklich fertig gemacht. Da es ihr schon besser geht mach ich mir nun nicht mehr so viele Sorgen.  Ich weis noch nicht wie diese Geschichte ausgehen wird, dass wird sich noch zeigen.

Tierarzt & Medikamente

In den vergangenen Wochen haben wir sehr oft den Tierarzt besucht. Vor Weihnachten sogar täglich, bis auf sonntags. Glücklicherweise konnte ich eine Woche lang, etwas früher von der Arbeit nach hause, damit ich mich um meine Luna kümmern konnte. Wenn ich keine Zeit hatte, sind mein Vater oder Schwester mit ihr zum Tierarzt gefahren. Blase leeren, Vitamin-Spritze und Schmerzmittel standen an der Tagesordnung. Das mit dem Leeren der Blase hat sich als immer schwieriger raus gestellt. Luna hat sich natürlich immer mehr gewehrt, ihr war das mehr als unangenehm oder tat ihr sogar weh.

Für zuhause gab es ein paar Medikamente: Aristo für das Entspannen der Muskel für den Harnweg. Metacam wird ihr morgens verabreicht und abends etwas Cortison. Zum Glück funktioniert das ganz einfach indem ich das alles in das Nassfutter mische. Dabei muss ich nur aufpassen, dass Emma nicht an das von Luna frisst.

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Verhalten

Luna war beim Fressen anfangs, als sie wieder aufgetaucht ist, sehr aggressiv. Sie hat aus lauter Angst, dass jemand ihr essen weg nehmen könnte, total rum gefaucht und gebrummt. Das hat sich mittlerweile ganz aufgehört. Anfangs war sie auch noch mehr zurückhaltend, das hat sich auch stark geändert. Emma kam die ersten drei Tage kaum in die Wohnung, erst als es zu kalt  für sie wurde. Sie ging Luna aus dem Weg und hat sich zurückgezogen. Nach diesen 4 Wochen fressen sie schon nebeneinander. Luna der kleine Knopf möchte immer mit Emma spielen und jagt sie durch die ganze Wohnung. Emma ist natürlich not amused, legt die Ohren um und faucht sie an oder scheuert ihr sogar eine.

Sie macht auch wieder Dinge, die sie früher schon immer gemach hat: Auf dem Boden rum liegen und wenn man vorbei geht, heftet sie sich ans Bein und lässt es nicht mehr los. Man kann sie durch die ganze Wohnung schleifen. Einen Verfolgungswahn kriegt man mit ihr auch, sie ist immer da wo Frauchen auch ist, außer es geht zum Schlafen, dann liegt sie sich auf die Fensterbank. Aber das typische von Luna ist, zwischen Monitor und Tastatur zu liegen, auf der Tastatur oder hinterm Monitor hervorspähen und schauen was Mami so treibt.

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Veränderung

Nach ihrer Rückkehr hing ihr Schwanz einfach nur runter, ohne jedes Gefühl oder Motorik. Der aktuelle Stand nach 4,5 Wochen  ist verblüffend: Sie bewegt ihn wieder so als wäre nichts gewesen. Sie schwänzelt hin und her, wenn sie auf einen zurennt stellt sie ihn hoch und Gefühl hat sie auch wieder. Sie geht aufs Kistchen, mittlerweile macht sie auch Urin ins Kistchen. Die Blase ist zwar noch überfüllt, aber sie lässt von selber Urin ab und verliert auch keines mehr. Beim Stuhl hingegen hat sie noch Probleme: Sie macht zwar aufs Kistchen aber sie verliert auch noch ab und zu etwas ohne, dass sie es merkt. Der Kot ist noch dazu staub trocken, aber das ist so weit ok. Sie hatte zu  Beginn einen total offenen Anus und die Schleimhaut hat sich nach außen gewölbt.

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Therapie und Maßnahmen

Die weiteren Schritte sind ein- bis zweimal in der Woche akkupunktieren gehen gehen inklusive Vitaminspritze. Sie wird die kommenden Wochen in der Wohnung verbringen müssen. Der Schweif wird massiert zum Anregen der Nerven und fürs Geschäft gibts eine Belohnung vom Frauchen, um dem ganzen für sie auch noch einen Anreiz zu geben. Ich hoffe immer noch, dass meine Liebe sie wieder komplett gesund wird. Zur Sicherheit habe ich die Sitzfläche der Couch mit Plastik überzogen und 2 Decken darauf gelegt, falls ihr doch mal was auskommen sollte. Das ist für mich zwar eine kleine Rutschpartie aber was solls. In den letzten 1.5 Wochen war kein Tropfen mehr drauf, was mich sehr erfreut.

Meine Gedanken

Ich hoffe, dass ich Tierbesitzer die in einer ähnlichen Situation sind, damit helfen kann und sie aufbauen kann. Wir tuen viel für unsere flauschen Freunde. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, ihnen wieder ein schönes Leben zu bieten. Sie haben es verdient. Wenn ich daran  danke, dass Luna irgendjemand eingesperrt hat, wird mir ganz schlecht und mein Herz wird schwer. Wie man so etwas grausames tun kann. Ich vermute, dass auch davon die Verletzung stammt und noch nicht so lange her ist, weil es in so kurzer Zeit so viel besser geworden ist. Sie wird jemanden in die Wochnung unkontroliert uriniert haben und auf einmal ist sie nicht mehr interessant. Herausfinden werde ich es leider nie.

Ich hoffe auf ein Happy End.
Alles Liebe, Claudia

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