187 Tage – Rückkehr eines treuen Gefährten

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Vor einigen Wochen hatte ich hier über den „Verlust“ meiner Katze Luna geschrieben. Es hatte mich sehr viel Überwindung und Zeit gekostet, das überhaupt niederzuschreiben. Doch nun kommt die unerwartete Wendung:  Nach sage und schreibe 187 Tagen höre ich ein Kratzen und Miauen vor der Türe. Ich fand es komisch, Emma lag doch neben mir auf der Couch? Ich ging zu Tür und hab sie aufgemacht und dann ist irgendetwas reingefetzt. Meine Schwester die über mir Wohnt hatte auch bereits die Wohnungstür geöffnet und das Licht im Treppenhaus angemacht.  Sie kam auch runter. Beide standen wir am Eingang vor derKüche und sahen Richtung Fressnapf und waren total buff: Es war tatsächlich Luna! Das war am 6. Dezember 2014 – mein Nikolausgeschenk.

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Die Wochen in denen Emma alleine war (Foto oben), blühte sie richtig auf. Sie war zutraulicher und auch viel entspannter. Sie ist eine ältere Dame die gerne alleine ist. Das hat sich mit einem Schlag wieder geändert, da Luna wieder heim gekommen ist. Sie ist bleidigt und verbringt die meiste Zeit draußen oder im Keller wo ich ihr einen kuscheligen Schlafplatz gerichtet habe. Ich hoffe sehr, dass sie Luna wieder akzeptiert und wir schön zusammenleben können. Ich habe beide unendlich lieb und sie bedeuten mir alles. Viele würden es nicht verstehen doch für mich sind sie meine Kinder, für die ich alles tuen würde damit es ihnen gut geht und ich denke das wissen sie beide.  Es wird auch für mich wieder eine Umstellung sein. Ich war es gewohnt Ruhe zuhaben und nun ist der lebendige Geißt wieder da.

Ich muss zugeben der erste Gedanke als Luna wieder da war, war nicht positiv. Der erste Gedanke war: Arme Emma! Ich wusste, dass sie ein Problem damit haben wird und vielleicht auch denkt ich hab sie nicht mehr lieb, weil sie jetzt meine Liebe teilen muss.  Leider lässt sie sich nicht so lieb haben wie ich sie gerne lieb haben würde. Im Moment ist sie noch sehr launisch. Hoffentlich kommt sie bald wieder in die Wohnung rein und bleibt nicht so lange draußen.

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Anfangs merkte ich nicht, dass Luna auch ein ernstzunehmendes Problem hat: Ihr Schwanz ist gebrochen. Mein Vater ist mit ihr zum Tierarzt da ich leider lange arbeiten musste. Offenbar sind ein paar Nerven die das Urinieren und den Stuhlgang betreffen beschädigt. Sie kann es nicht kontrollieren wenn sie muss. Urin kommt gar keiner von alleine und das andere unkontrolliert. Der Tierarzt meinte auch sie wurde auf jeden Fall festgehalten. Ich bin nachgekommen zu dem Tierarzttermin und sie hat sich auch immer sofort zu mir gekuschelt.

Entweder hatte sie einen Unfall und hat sich dabei den Schwanz gebrochen oder jemand hat sie festgehalten als sie fliehen wollte. Jetzt nach ein paar Tagen ist mir eingefallen, dass im Mai bevor Luna im Juni verschwand, 2 ältere Damen auf der Suche nach ihrer Katze waren und dachten Luna ist deren Katze. Ich habe denen Luna vorgestellt und gezeigt, dass sie meine ist seit sie ein Baby war. Was ist wenn die 2 sie festhielten? Die haben bestimmt nicht so weit weg gewohnt und hatte überall die Flyer aufgehängt und war sogar so dreißt und hab sie in überall in die Postkästen geworfen.

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Nun ist sie aber wieder in Sicherheit und macht keine Anstalten raus zu wollen, selbst bei offener Wohnungstür. In den letzten Tagen hat sich der Stuhlgang etwas verbessert, urinieren tut sie noch nicht, der Tierarzt leert ihr die Blase mittels Brauchmassage. Selber kriege ich das leider noch nicht so hin. Luna ist auf alle Fälle eine treue Seele und ich werd alles dafür tun, dass es ihr bald wieder besser geht und dass Emma auch mit ihr wieder zurecht kommt. Die Motorik von Lunas Schwanz ist zwar hinüber, sie kann ihn nicht bewegen, aber sie fühlt noch und geht auch wieder brav aufs Klo, also besteht Hoffnung, dass es sich bald bessert und sie wieder eigenständig aufs Klo gehen kann. Sie abzuschieben oder gar einzuschläfern kommt absolut nicht in Frage. Sobald sie gechipt ist, was sie nicht vor „Enführern“ schützt (klingt vielleicht krass, aber mir fällt kein besseres Wort ein) kann sie frei rum laufen und wenn sie wirklich inkontinent bleibt, ist es auch nicht mehr so tragisch. Es wäre noch schön wenn sie auch urinieren kann, weil jedes mal zum Tierarzt zu fahren ist sehr mühsam und auf dauer auch wegen der Arbeiszeiten nicht machbar.

Diese beiden geben mir so viel Kraft und tuen damit so viel für mich, ich hoffe inständig, dass sich alles zum Guten wendet.
Ich hoffe mein Beitrag konnte euch zeigen wie wichtig Emma und Luna für mich sind.

Alles Liebe,
Claudia

Dieser Beitrag wurde einfach frei raus verfasst, ohne jeder Korretur.

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